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Checkliste gegen Schimmelpilzbefall

  1. Eine fachgerechte Bekämpfung von Schimmelpilzen ist technisch machbar, aber oft sehr teuer. Deshalb ist Prävention wichtig. Auch nach erfolgreicher Schimmelbekämpfung sind die vorbeugenden Maßnahmen unerlässlich.
      
  2. Verringern Sie das Nahrungsangebot für den Schimmel. Dazu gehören Tapeten, Tapetenkleister, Textilien und Holz – aber auch Hausstaub. Kommt Feuchte durch Kondensation (Tauwasserbildung) hinzu, ist das Schimmelpilzwachstum vorprogrammiert. Bedenken Sie, dass Sporen überall unsichtbar herumfliegen.
      
  3. Trennen Sie in der Wohnung „warm” und „kalt” bzw. „feucht” und „trocken”, damit keine feuchte warme Luft in kältere Räume zieht und dort kondensiert (Tauwasserbildung an kühlen Flächen). Das bedeutet: Türen zu.
      
  4. Überwachen Sie die Raumluftfeuchte, ein billiges Hygrometer aus dem Bau- oder vom Flohmarkt genügt – das Optimum liegt bei 50% rel. LF. Es gibt auch viel teurere Geräte, gemessen werden immer nur Feuchte und Temperaturen.
      
  5. Bedenken Sie, wer und was alles Wasser abgibt (Atmen, Kochen, Duschen, Pflanzen, Aquarium …), das von der Luft aufgenommen werden muss. Warme Luft kann viel Wasserdampf aufnehmen, die Luftfeuchte steigt, absolut und relativ. Zur Kontrolle: siehe Pkt. 4. Kühle Flächen führen zu Kondensat, wenn die Taupunkttemperatur unterschritten wird.
      
  6. Lüften bewirkt zwar Lüftungswärmeverluste, ist aber aus hygienischen Gründen unerlässlich. Der Austausch von warmer feuchter Luft gegen kalte trockene Luft senkt die relative Luftfeuchte im Raum. Zur Kontrolle: siehe Pkt. 4. Haben Sie keine übertriebene Angst vor zu hohen Energieverlusten. Bedenken Sie dabei: um trockene Luft auf Temperatur zu halten, ist weniger Heizenergie erforderlich als bei feuchter Luft.
      
  7. Unterlassen Sie das falsche Kipplüften. Der Luftaustausch ist ungenügend und eher erfolgt ein Auskühlen als ein richtiger Lüftungserfolg. Den hartnäckigen Kipplüfter erkennt man daran, dass sich an der Fassade über dem Fenstersturz Schlieren von Schimmelpilz bilden. Wenn möglich, lüften Sie quer, ansonsten ist Stoßlüften angesagt.
      
  8. Wand- und Deckenflächen müssen erwärmt werden, um nicht unter die Taupunkttemperatur zu fallen. Ganz ohne Heizen geht das nicht. Vermeiden Sie es, Möbel ganz nah an Außenwände zu stellen, weil dann weder Wärmestrahlung noch Luftzirkulation (Konvektion) dort hinkommen.
      
  9. Wenn neue Fenster eingebaut werden, sind sie in aller Regel hermetisch dicht. Entweder passen Sie Ihre Lüftungsgewohnheiten an oder Sie sorgen für anderweitigen Luftwechsel. Das Herausnehmen von Gummilippendichtungen ist die einfachste Variante, es geht aber auch kontrollierter und teurer.
      
  10. Ist es erst einmal zu Schimmelpilzbefall gekommen, ist es wichtig die Ursachen abzustellen. Teure Analysen zur Bestimmung der Schimmelpilzart helfen nicht wirklich weiter, denn gesundheitsschädigend bzw. giftig sind sie alle. Eine Ursachenermittlung und Ursachenbeseitigung hilft Ihnen weiter.

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