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Wohneigentum wird teuer!

Preise für Wohneigentum steigen

17.09.2010, 18:05 Uhr | mash mit dpa-tmn
Immobilienpreise gestiegen - Eigentumswohnungen vor allem in Dresden teurer (Foto: imago)

Der deutsche Immobilienmarkt hat die Wirtschaftskrise weitgehend abgehakt: Die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind 2009 bundesweit im Schnitt um 1,6 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Gewos. Die Studie wurde im Auftrag des ifs Städtebauinstituts in Berlin erhoben. Das erfreuliche Ergebnis für Wohnungseigentümer: Der Preis für eine Eigentumswohnung hat in Deutschland im Schnitt um 4,3 Prozent angezogen. Für Einfamilienhäuser hat sich mit einem Plus von 0,3 Prozent jedoch kaum etwas verändert. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Regionen nahmen weiter zu - gefragt sind vor allem die wirtschaftlich starken mittelgroßen Städte.

Dresden, Augsburg und Düsseldorf mit großen Preissprüngen

Steigerungen von über zehn Prozent für Eigentumswohnungen weisen die Regionen Dresden (12,7 Prozent), Augsburg (12,3 Prozent) und Düsseldorf (14,3 Prozent) auf. Die Preise in der Region München steigerten sich zwar nur um 6,6 Prozent, sie erzielten aber mit 216.000 Euro für eine Eigentumswohnung die höchsten Preise bundesweit, gefolgt von der Region Hamburg. Schlusslichter der 13 wichtigsten Wirtschaftsregionen bilden dabei Bremen mit 94.600 Euro und Hannover mit 81.800 Euro.

 

Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland 2009 in Euro (Grafik: ifs)
Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland 2009 in Euro (Grafik: ifs)

Normale Schwankungen und Wohnungsnot

Die große Sprünge wie die in Dresden oder Düsseldorf erklärte der mit der Studie vertraute Bau-Experte Alexander Nothaft mit normalen Schwankungen und dem geringen Angebot an neuem Wohnraum. Der Pressesprecher des Verbandes der privaten Bausparkassen erläuterte: "Da fließen viele Faktoren mit ein. Es kann zum Beispiel sein, dass sich in einer Region das Verhältnis von Neu- zu Bestandsbau im Vergleich zum Vorjahr ändert." Wurden etwa weniger Neubauten errichtet, beeinflusse das den Preis. Städtebauliche Maßnahmen wie die Umrüstung von ehemaligen Militärgeländen zu Wohnungen oder der vermehrte Verkauf von hochpreisigen Wohneinheiten könnten ebenfalls zu Preisschwankungen führen. "Gewisse Schwankungen von einem Jahr zum nächsten sind normal", urteilte Nothaft.
In Ballungszentren ist wenig Platz für Neubauten - dementsprechend herrsche Wohnungsnot und die Preise zögen an. "Der Wert der Studie liegt vor allem darin, dass man eine Entwicklung über die letzten Jahre ablesen kann - anhand aller tatsächlich stattgefundenen Verkäufe," sagte Nothaft im Gespräch mit t-online.de.


Trendwende - die Preise ziehen an

Insgesamt zeige sich bei einem Vergleich über mehrere Jahre, dass die Preislage in Deutschland vergleichsweise stabil geblieben sei. "Preisblasen wie in Spanien oder in den USA hat es hier nicht gegeben," ergänzte Nothaft. Ergo gab es in Deutschland auch in der Rezession keinen allzu großen Einbruch. Nun zieht der Markt laut Nothaft sogar wieder an: "Im vergangenen Jahr lag die Anzahl der fertig gestellten Neubauten auf einem historischen Tiefstand, jetzt ist eine Trendumkehr erkennbar." Die Studie zeige auch: "Die regionale Spreizung nimmt zu."


Wohneigentum im Kölner Raum wird günstiger

Die höchsten Preise für Einfamilienhäuser erzielten Verkäufer erneut in der Region München, auch wenn der durchschnittliche Kaufpreis mit 416.700 Euro um 1,5 Prozent niedriger als im Vorjahr lag. Mit weitem Abstand folgen die Regionen Düsseldorf, Mittlerer Neckar und Untermain. Kräftig gestiegen waren die Preise mit 6,3 Prozent in der Region Hamburg.

Die größte Preisabnahme gab es mit einem Minus von 3,1 Prozent in der Region Köln. Im Osten Deutschlands lagen die Preisunterschiede zum Vorjahr zwischen plus 0,2 Prozent und minus 0,9 Prozent und veränderten sich somit trotz der historisch niedrigen Bauzinsen

 

Preise für Einfamilienhäuser in Deutschland 2009 in Euro (Grafik: ifs)
Preise für Einfamilienhäuser in Deutschland 2009 in Euro (Grafik: ifs)

Anonymisierte Auswertung der Kaufpreise

In die seit 1993 jährlich durchgeführte Gewos-Untersuchung fließen alle tatsächlichen Verkäufe ein. Die Grundlage dafür sind anonymisierte Daten über notariell abgeschlossene Grundstückkaufverträge und die mit diesen Verträgen verbundenen Umsätze. Daraus bildet das Institut Durchschnittspreise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen für die gesamte Republik, für jedes einzelne Bundesland und für die 13 umsatzstärksten Regionen. Immobilien-Käufer sind in Deutschland verpflichtet, nach Abschluss des Kaufvertrages einen Fragebogen über Ausstattung und Zustand von Haus, Wohnung und Grundstück an den Gutachterausschuss von Stadt oder Landkreis zu schicken, der daraufhin einen Bodenrichtwert ermittelt.

  

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