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Null Emissions-Siedlung

Europas größte Null-Emissionssiedlung

Hannover-Wettbergen starten ein zukunftsweisendes einzigartiges Projekt:

„Hier entsteht Europas größte innovative Klimaschutzsiedlung für rund 300 Reihen- Doppel- und Einfamilienhäuser in Passivhausbauweise als Null-Emissionssiedlung. Neben Energieneutralität bietet sie sehr hohe Lebensqualität mit anspruchsvoll und großzügig geplanten Grünflächen und einem vorbildlichen Wasserkonzept. Mit dem Baugebiet ′zero: e park am Hirtenbach′ setzt Hannover erneut – nach der Expo Siedlung auf dem Kronsberg - Maßstäbe im Klima- und Umweltschutz“, betonte Oberbürgermeister Stephan Weil beim heutigen symbolischen Spatenstich für die neue Siedlung.

Als Gemeinschaftsprojekt werden die Baugrundstücke in dem 26 Hektar großen Baugebiet von Stadt, meravis und NLG vermarktet, die Koordination hat meravis übernommen. Die Preise für die erschlossenen Grundstücke werden sich je nach Lage innerhalb des Areals zwischen 200 und 250 Euro/Quadratmeter bewegen.

Als symbolischen ersten „Spatenstich“ zum Vertriebsstart pflanzte Oberbürgermeister Weil gemeinsam mit den Partnern Matthias Herter, Geschäftsführer meravis, Thorsten Hiete, Geschäftsführer NLG, sowie Wirtschafts- und Umweltdezernent Hans Mönninghoff und Stadtbaurat Uwe Bodemann eine Hainbuche auf dem Baugelände.

Alle Möglichkeiten des Baurechtes wurden ausgeschöpft, um den BauherrInnen optimale Voraussetzungen für den Bau besonders energiesparender Häuser zu bieten. Die Gebäude sollen möglichst kompakt sein und von der Sonne ohne Verschattung durch Nachbargebäude optimal erreicht werden. Den BauherrInnen bleiben viele Freiheiten für Gebäude- oder Dachformen, so dass eine individuelle hochwertige Architektur verwirklicht werden kann. Neben konventionellen Reihen-, Doppel- und Einzelhäusern können auch Hausgruppen und Mehrgenerationenhäuser gebaut werden. Die kleinen Wohnstraßen mit 11 bis 25 Wohneinheiten bieten die Chance, lebendige Nachbarschaften entstehen zu lassen. Grüne Einfriedungen und einheitliche Dachfarben fördern die Identität des neuen Quartiers.

Da die Häuser im energiesparenden Passivhausstandard errichtet werden, kann jede/r BauherrIn Passivhaus-Zuschüsse des enercity-Fonds proKlima in Anspruch nehmen.

Ziel der städtebaulichen Planung war es, den CO2-Ausstoß für Heizung und Haushaltsstrom soweit wie möglich zu minimieren. Das Warmwasser für die Häuser wird über Sonnenkollektoren auf den Hausdächern produziert. Durch die optimalen Planungsvorgaben werden Häuser mit z. B. 130 bis 160 Quadratmeter Wohnfläche noch einen Rest-Heizenergiebedarf von 1.600 kW/Jahr haben, was bei einem 130-Quadratmeter-Haus nur 160 Liter Heizöl pro Jahr entspricht. Dies ist 85 Prozent weniger als bei gleich großen Häusern, die heute nach dem gesetzlich geforderten Standard gebaut werden.

Der Restheizenergiebedarf und der außerdem noch benötigte „Haushaltsstrom“ für die Häuser soll klimaneutral über die Reaktivierung der aufgegebenen Wasserkraftanlage Döhrener Wolle gedeckt werden.

Zusätzlich zum zukunftsweisenden Energiekonzept wird die direkt an ein Landschaftsschutzgebiet grenzende Siedlung besonders hochwertige Freiflächen mit großzügigen Grünzügen und ein optimales Wasserkonzept haben. Das Regenwasser wird in so genannten Mulden-Rigolen ortsnah versickert, sodass genauso viel Wasser abfließt wie bisher. Eine zusätzliche Belastung des Hirtenbachs wird damit auch bei starken Regenfällen vermieden.


Quelle/Autor: Europaticker
erschienen am: 2010-09-11

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