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Wohn-Immobilien gefragt

MAGDEBURG/MZ. Für Immobilien in Sachsen-Anhalt besteht nach wie vor eine solide Nachfrage. Etwa 30 700 Objekte wechselten im vergangenen Jahr den Besitzer, sagte Innenminister Holger Hövelmann (SPD) am Freitag bei der Vorstellung des Grundstücksmarktberichtes 2010. Damit stieg die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um etwa zwei Prozent. Dennoch sei das Umsatzvolumen der registrierten Erwerbsvorgänge rückläufig.

Wurden 2008 noch rund 2,1 Milliarden Euro auf dem Grundstücks- und Immobilienmarkt umgesetzt, waren es im Jahr 2009 laut Bericht nur noch 1,7 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Rückgang des Investitionsvolumen um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sei unter anderem auf den geringeren Umsatz durch Großinvestoren zurückzuführen, erklärte der Präsident des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation, Klaus Kummer. Von einem Einbruch wollten die Beteiligten jedoch nicht sprechen. Vielmehr habe sich der Markt im letzten Jahr statistisch normalisiert, sagte Wilfried Wiedenroth, Vorsitzender des Oberen Gutachterausschusses. Dieses Gremium stellt gemeinsam mit vier Regionalgruppen jährlich den Grundstücksmarktbericht zusammen. Darin werden sowohl Immobilienverkäufe aller Art, als auch Bodenrichtwerte (siehe Grafik) und Verkaufspreise der Grundstücke ausgewertet.

Nach wie vor bedeutende Marktsegmente sind dem Bericht zufolge Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau. Hier sind sowohl Nachfrage als auch das durchschnittliche Preisniveau im vergangenen Jahr weitgehend stabil geblieben. Je nach Lage schwankte der Kaufpreis für ein neu erschlossenes Baugrundstück zwischen rund 90 Euro pro Quadratmeter in den Großstädten und 36 Euro je Quadratmeter in ländlichen Gebieten. Bei den bebauten Grundstücken dominierten vergangenes Jahr erneut die privaten Einfamilien- und Zweifamilienhäuser. Der durchschnittliche Preis für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus etwa lag bei rund 75 000 Euro und damit unwesentlich höher als im Vorjahr, betonte Wiedenroth. Reihenhäuser und Doppelhaushälften kosteten durchschnittlich etwa
68 000 Euro. Auch die Nachfrage an Eigentumswohnungen blieb weitgehend stabil. Hier zog das Preisniveau im Schnitt jedoch um fast vier Prozent an und lag durchschnittlich bei etwa 75 000 Euro.

Der Grundstücksmarktbericht 2010 zeige, dass privates Wohnungseigentum in Sachsen-Anhalt weiterhin interessant sei, so Hövelmann. Außerdem gehe daraus hervor, dass "ein nachhaltiges Umsatzvolumen mit realistischen Preisforderungen zu ausgeglichenen und stabilen Verhältnissen auf dem Grundstücks- und Immobilienmarkt" führe.

Bei den gewerblichen Baugrundstücken ging die Nachfrage indes zurück. Im Vergleich zum Vorjahr wurden knapp 18 Prozent weniger Transaktionen registriert. Durchschnittlich kostete das alt erschlossene Gewerbegrundstück 23 Euro je Quadratmeter - in den Großstädten lag der Preis bei bis zu 44 Euro.

VON CAROLINE HEBESTREIT, 16.04.10

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